Jugendlichen wird häufig unterstellt, sie hätten keine Lust zu arbeiten. Gut, von denen gibt es tatsächlich nicht wenige. Aber die Mehrheit ist doch bestrebt, eine Ausbildung zu absolvieren und danach qualifiziert den Lebensunterhalt zu verdienen. So haben sich zum Beispiel im vergangenen Jahr über 58.000 Jugendliche allein für die Ausbildungsberufe Verkäufer/in und Kauffrau/-mann im Einzelhandel entschieden. Das zeigt deutlich, dass sich viele Jugendliche Gedanken über ihre Zukunft machen und sich auch über Karrierechancen in verschiedenen Berufen informieren. Das ist insbesondere im Einzelhandel seitens der Arbeitgeber deutlich spürbar. Denn gut informierte Mitarbeiter sind engagiert und steigern den Umsatz. Wenn dieser höhere Umsatz auch nicht sofort in der täglichen Abrechnung der Kasse sichtbar ist, so aber doch in der Jahresübersicht des Unternehmens. Jugendliche und junge Erwachsene in der Ausbildung bergen ein hohes Potential an guter Arbeit. Der Besuch der Berufsschule ist sehr wichtig zur Vermittlung der theoretischen Kenntnisse des Berufs. Aber mindestens genauso wichtig ist auch die betriebliche Unterweisung, denn hier wird das wahre Leben gelehrt. Hier ist quasi learning by doing die Vorgabe. Aber nicht nur die Auszubildenden im Einzelhandel haben viel zu lernen. Auch die anderen Mitarbeiter können und sollten ständig weiter qualifiziert werden. Schließlich gibt es ständig Neuerungen, die umzusetzen sind. Wenn ein Einzelhandelsunternehmen beispielsweise in ein neues Kassen -system investiert, müssen alle Mitarbeiter hier in die Bedienung der Geräte eingewiesen werden, die an den Kassen die Einkäufe der Kunden abrechnen. Denn nur wer richtig und sicher mit dem Kassensystem umgehen kann, wird auch keine Fehlbeträge bei der Abrechnung haben. In großen Filialunternehmen im Einzelhandel ist es inzwischen üblich dass Kassensysteme so ausgestattet sind, dass die Ware über einen Scanner nach Artikel, Menge und Preis erfasst wird. Lediglich einzelne Artikel, die in der Datenbank der Kassensoftware noch nicht erfasst ist oder solche die preisreduziert sind, werden als Einzelposten über die Tastatur der Kasse erfasst. Wie gesagt ist es aber in jedem Fall wichtig, alle mit dem Kassieren beauftragten Mitarbeiter gründlich einzuarbeiten, wenn ein neues Kassensystem oder neue Kassensoftware angeschafft wird. Denn nur dann lassen sich Fehler in der Bedienung und damit Zeitverlust und weniger Umsatz vermeiden. Alles in allem ist die Ausbildungszeit für jeden Beruf zwar zeitlich und inhaltlich genau definiert. Aber Weiterbildung sollte kontinuierlich angeboten und genutzt werden. Denn nur so kann jeder nach der Ausbildung einen positiven Karriereweg gehen. In der beruflichen Weiterbildung gibt es aber auch Vorteile. So können Arbeitnehmer gemeinsam neue Themen erarbeiten oder sich gegenseitig bei Schwierigkeiten helfen. Das fördert die soziale Kompetenz und das Miteinander unter den Kollegen. Und auch das wird sich positiv auf die Umsatzzahlen des Betriebes auswirken. Und steigende Umsätze machen sich nicht erst in den buchhalterischen Jahresabschlüssen bemerkbar, sondern auch schon in Quartalsabrechnungen oder sogar in der täglichen Abrechnung der Kassen. Die Einnahmen dürften spürbar steigen, wenn das kollegiale Miteinander der Arbeitnehmer für den Kunden spürbar freundlich und positiv ist.
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