Der deutsche Einzelhandel blickt skeptisch auf das Weihnachtsgeschäft. Die Umsätze dürften gegenüber dem Vorjahr weiter die Kassen weniger befüllen. Auch für 2010 haben die Händler kaum Hoffnung das sich die Kassen mehr füllen, trotz der versprochenen Steuerentlastungen. Die Verbraucherstimmung dürfte sich im Advent im Vergleich zum bisherigen Jahresverlauf aber etwas aufhellen. Die Erlöse von November und Dezember stellen für viele Unternehmen rund ein Fünftel des gesamten Jahresumsatzes dar.
Für das Gesamtjahr 2009 erwartet der HDE unverändert einen rückläufigen Umsatz von minus 2 Prozent. Und im kommenden Jahr dürfte die Kasse einen niedrigeren Bestand aufweisen. “Es ist leider wahrscheinlich, dass der Einzelhandel von einer leichten gesamtwirtschaftlichen Erholung im kommenden Jahr kaum profitieren kann”, sagte Sanktjohanser. Auch von den für 2010 geplanten Steuerentlastungen nur wenig Impulse für ihr Geschäft. Es sei zu befürchten, dass auch die Erleichterungen in Milliardenhöhe dem privaten Konsum “noch nicht auf die Sprünge helfen werden”, erklärte der HDE. Bürger und Unternehmen sollen im kommenden Jahr um rund 21 Milliarden Euro entlastet werden.
Als Reaktion auf kräftig gestiegene Preise für Energie und Lebensmittel und eine gesunkene Einkommenserwartung legen die Konsumenten das Geld lieber auf die hohe Kante, statt es auszugeben, berichtet die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) am Mittwoch. Dementsprechend ging das Konsumklima im November weiter zurück. „Viele Verbraucher fürchten, dass sie in Zukunft unter anderem mehr für Strom, Gas, Benzin und Heizöl aufwenden müssen und entsprechend weniger Mittel für andere Anschaffungen verfügbar haben“, sagte GFK-Experte Rolf Bürkl. Im November und Dezember machen die Händler knapp ein Fünftel ihrer jährlichen Umsätze, in einigen Branchen wie dem Spielzeug- und Schmuckhandel ist es sogar ein Drittel weniger in den Kassen. Um das Geschäft anzukurbeln, will jeder dritte Laden im Weihnachtsgeschäft abends länger öffnen. Einen immer größeren Teil davon greift der Online-Handel ab. Vor allem Bücher, CDs, DVDs und Elektronik würden bevorzugt per Mausklick geordert.
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