Viele Kassen klingeln, wenn jemand stirbt. Makaber, aber wahr. Wenn ein ganz normaler, nicht öffentlich bekannter Mensch das Zeitliche segnet, ist das bereits ein ordentlicher Kostenfaktor, für den in der Regel schon vorher gespart wird, damit die Familienangehörigen nicht selbst in die Kasse greifen müssen, um dem Verstorbenen eine würdige Bestattung zu ermöglichen. Da ist die Bestattung selbst, bei der die Auswahl des Sarges, je nach Ausstattung mit Futter, Kissen, Decken, besonderes Holz und Beschläge, einer der teuersten Faktoren ist. Der Grabstein oder anderer Grabschmuck machen einen weiteren Kassen Sturz notwendig. Da sind einige tausend Euro ganz realistisch. Dazu kommen der Blumenschmuck der Kirche, des Sarges und Blumen, die zur Verfügung gestellt werden, um sie von der Trauergemeinde ins Grab werfen zu lassen. Der Gastronomiebetrieb, in dem das Beerdigungsessen stattfindet, ist ein weiterer Kostenfaktor. Es sind tatsächlich einige Branchen, bei denen durch eine Beerdigung die Kasse klingelt. Nicht zuletzt bei der Friedhofsbehörde, die den Liegeplatz, bzw. die Gruft zu relativ hohen Preisen anbietet und beim Friedhofsgärtner, der dann über Jahre hinweg das Grab pflegt, wenn man es nicht selbst macht. Da lohnt sich die Überlegung, zum Nutzen der Nachkommen zu überlegen, ob nicht die kostengünstigere Feuerbestattung mit Verstreuen der Asche im Meer eine gute Alternative wäre, um die Kassen nicht unnötig zu belasten.
Das Geschäft mit dem Tod treibt aber erst so richtig Blüten, wenn ein allseits bekannter Showstar, Filmstar oder Musiker das Zeitliche segnet, wie kürzlich erst der Ausnahmemusiker Michael Jackson. Der weltbekannte Künstler hat eine riesige Lücke hinterlassen, die viele Alt- und Neufans damit zu schließen suchen, dass sie allerlei Michael Jackson Artikel kaufen. Zu allererst sind da die CD Verkäufe zu nennen, die nahezu explodiert sind. Die Kasse im Musikfachhandel konnte die Menge der Kaufwilligen kaum bewältigen und schnell waren die meisten CD Alben ausverkauft. Auch die Verkäufe von T-Shirts und anderen Merchandising Produkten sind in schwindelnde Höhen geklettert, so dass auch die Kasse beim Merchandise Handel klingelt, sowohl beim Versandhandel, als auch in den Geschäften. Da bleibt zu hoffen, dass für die Erben aus diesen Verkäufen ein guter Anteil übrig bleibt und nicht nur die üblichen Geschäftemacher ihren Profit daraus ziehen. Leider scheint es so zu sein, dass Michael Jackson vor seinem Tod beachtliche, finanzielle Schwierigkeiten hatte. Für uns, die seine Karriere von Anfang an verfolgen durften, ist es tragisch und unverständlich, dass dieser offensichtlich begnadete Künstler so oft mit Vorurteilen und ungerechtfertigten Anschuldigungen zu kämpfen hatte. Für seine Kinder bleibt zu hoffen, dass ihnen ein von den Medien seziertes Leben erspart bleibt und sie in Ruhe aufwachsen können.
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