Jedes Geschäft im Einzelhandel arbeitet mit einer Kasse, die neben dem Registrieren von Warenverkäufen mehr oder weniger zusätzliche Arbeitserleichterungen zu bieten hat. Im Kleinen Tante-Emma-Laden werden noch alles lose Obst und Gemüse sowie Fleischwaren und offene Milchprodukte wie Käse mit einer Waage ausgewogen, und der Preis wird auf das Papier geschrieben, womit die Waren eingewickelt sind. An der Kasse, die meist eine antiquierte Registrierkasse ist, werden dann die jeweils notierten Preise über die Kasse erfasst. Bestenfalls findet man in einem Tante-Emma-Laden eine elektronische Registrierkasse, die vor vielleicht zwanzig Jahren eine top-moderne Kasse war. Nichtsdestotrotz ist auch eine solche Kasse noch einsatzfähig und kann alle Verkäufe aufsummieren, sowie bei Geschäftsschluss eine Tagesabrechnung der Umsätze errechnen. Und das ist ja auch die eigentliche Aufgabe einer Kasse, so dass im Prinzip nicht mehr nötig wäre. Da sich aber die Ansprüche an eine Kasse in den vergangenen Jahren ebenso gesteigert haben, wie sich auch die gesetzlichen Verordnungen geändert haben, ist die Entwicklung in die Registrierkasse ebenfalls erheblich vorangeschritten. So ist die Kassensoftware einer modernen Kasse so leistungsfähig, dass hierüber eben nicht mehr nur der einzelne Verkaufsvorgang errechnet werden kann. Kassen waren zur Jahrtausendwende zu auf ein neues Datumsformat umzustellen, zur Währungsumstellung von der D-Mark auf den Euro im Jahr 2002 war ebenfalls eine Korrektur der Kassensoftware notwendig. Es gab aber zu beiden Anlässen so manche Kasse, die nicht umrüstfähig war. Und so musste so manche neue Registrierkasse angeschafft werden. Und so wird es in näherer Zukunft ebenfalls wieder dazu kommen, dass viele Einzelhändler ihre Kasse umrüsten oder neue Kassen anschaffen müssen. Denn in den kommenden Jahren wird ein neues Gesetz in Kraft treten, womit der Gesetzgeber die Steuerermittlung genauer durchführen möchte. Dazu muss jede Kasse, von der Registrierkasse über eine Netzwerkkasse bis hin zum umfangreichen Kassensystem, mit einem sogenannten Fiskalspeicher ausgestattet werden. Und wenn eben eine ältere Kasse nicht nachgerüstet werden kann, muss im Betrieb ein neues Gerät angeschafft werden. Steuerhinterziehung soll mit dem neuen Fiskalgesetz erschwert und damit uninteressant gemacht werden. Dabei ist eine moderne Kasse auch sehr gut geeignet, weitere Arbeitsabläufe im Handel zu unterstützen und damit bei der Kostenreduzierung zu helfen. Mit der leistungsfähigen Kassensoftware moderner Kassen kann nämlich auch die Arbeitszeiterfassung aller Mitarbeiter erfolgen. Auch kann in einem Geschäft über die Kassensoftware einer modernen Kasse die Bestellung von Waren erfolgen. So kann zum Beispiel in einer Bäckerei-Filiale über die Registrierkasse die Bestellung für den nächsten Tag aufgenommen und an den Hauptbetrieb übermittelt werden. Ebenso wird mit der Retourenerfassung und auch mit der täglichen Umsatzabrechnung verfahren. So können die Daten aus den Filialen sofort buchhalterisch verarbeitet werden, was viel Zeit spart, und wofür in kein zusätzliches Erfassungs- und Bearbeitungssystem investiert werden muss. Eine moderne Kasse lohnt sich aber nicht nur Filialbetriebe, die pro Filiale eine Kasse in ein Kassensystem einbinden. Eine moderne Kasse kann auch als Einzel- Kasse in einem kleinen Geschäft wie beispielsweise einem Kiosk genutzt werden.
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