Ein neuer Trend um die Kassen zu füllen, ist das Kombinieren verschiedener, artfremder Waren in einem Geschäft. So hat in unserer Stadt kürzlich eine Boutique eröffnet, die Mode anbietet, die auch in Übergrössen erhältlich ist. Das Größensortiment geht von 36 – 58, damit sind sämtliche, gängigen Damengrößen abgedeckt. Ein weiteres Angebot sind passende Accessoires, wie Gürtel, Modeschmuck, Handtaschen und auch Schuhe. Von allem gibt es ein überschaubares Sortiment weniger Modelle. Aber das ist für eine kleine, exklusive Boutique keine Besonderheit. Accessoires und auch passende Schuhe werden heute oft mit angeboten.

Das neue Konzept geht ein wenig weiter. Zusätzlich zur Mode findet man dort auch Dekorationen aller Art für die heimischen vier Wände. Schöne Kerzenhalter, Kissen, Tischdecken, Windlichter, Öllampen, Wanddekorationen, Bilder und vieles mehr dienen einmal als Dekoration der Geschäftsräume, gleichzeitig wird alles zum Kauf angeboten.

Bereits im Schaufenster wird das Konzept in vollem Umfang umgesetzt.

Mode und Deko

Mode und Deko

Einige ausgewählte Kleidungsstücke werden auf Puppen präsentiert, komplett mit Accessoires und passenden Schuhen drapiert. So kann die potentielle Kundin sich direkt vor dem inneren Auge ein Bild machen, wie sich alles kombinieren lässt. Die Puppe steht in einem liebevoll dekorierten Umfeld, die Stellwände des Schaufensters sind mit Bildern passend zum Stil der Kleidung dekoriert. Auf einem Stuhl liegt ein Kissen mit Seidenbezug, davor ein kleiner Tisch mit Decke, darauf Kerzen und Deko.

Bis jetzt ist dieser neue Laden sehr gut von den Kunden angenommen worden. Besonders die saisonalen Dekorationen, wie individuelle Weihnachtskugeln, die auch einzeln erhältlich sind, finden reißenden Absatz. Aber auch die Mode wird gut verkauft. Besonders große Umkleiden ermöglichen auch Frauen mit etwas mehr Substanz das bequeme Anprobieren. Ich denke, besonders gut kommt an, dass in dieser Boutique alle Größen zu haben sind. Gute Stimmung beim Kleider kaufen führt oft dazu, dass noch zusätzlich das eine oder andere schöne Dekorationsstück mitgekauft wird. Der Umsatz in der Kasse stimmt auf jeden Fall.

Die Kombination artfremder Artikel hat sich in diesem Geschäft schon bezahlt gemacht. Da kann man überlegen, ob es sich nicht anbietet, auch andere Warengruppen oder Dienstleistungen miteinander anzubieten. So könnte der Elektrofachhändler mit seinem jetzigen Sortiment von Kühlschränken, Waschmaschinen und Unterhaltungselektronik vielleicht besondere Teesorten anbieten. Dazu die passenden Teeservice und sonstiges Zubehör. Tee ist ein Verbrauchsartikel, der dazu führt, dass Kunden öfter das Geschäft betreten. Dabei können sie sich ganz unverbindlich über die Elektroartikel informieren und werden, wenn ein Kauf ansteht, diesen dort tätigen, weil in der Zwischenzeit bereits eine Kundenbindung stattgefunden hat.

Neue Wege können dem Einzelhandel in der Wirtschaftskrise Möglichkeiten eröffnen, den stagnierenden Umsatz wieder zu steigern.

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