Eine gewerkschaftsnahe Stiftung hat eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit der Arbeitsplatzsicherheit in der Bäckereibranche beschäftigt. Die Autoren nahmen als Quelle wohl Angaben des statistischen Bundesamtes. Jedenfalls wird in einer Trendfortschreibung festgestellt, dass auch zukünftig immer mehr kleine Familienbetriebe schließen werden. Stattdessen expandieren Großbäckereien immer mehr. Für den Zeitraum 2000 bis 2015 wird ein Rückgang der sv-pflichtigen Jobs in der Bäckereibranche um 25 Prozent erwartet. Um satte 5 Prozent müsste der Umsatz in der Branche steigen, um die aktuelle Beschäftigungszahl einigermaßen stabil zu halten. Durch die Umstrukturierung im Bäckereihandwerk entsteht natürlich die Gefahr, dass immer mehr Vollzeitarbeitsplätze abgebaut werden dafür Minijobs entstehen. Das mindert natürlich nicht nur die Einkommen der Beschäftigten. Auch die Einnahmen der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen gehen zurück. Und dann wird sich darüber beschwert, dass das Gesundheitssystem so teuer ist und die Krankenkassen nicht über genügend finanzielle Mittel verfügen. Es gibt aber auch gute Nachrichten aus der Bäckerbranche: eine Große Bäckerei aus dem westfälischen Ochtrup hat investiert und eine neue Produktionshalle errichtet. Durch den langen Winter haben sich einige Arbeiten verzögert, aber Anfang Mai soll der Umzug stattfinden. Der bisherige Firmensitz soll als Filiale erhalten bleiben. In der neuen 1.000 Quadratmeter großen Halle sollen Gäste vom angegliederten Café aus den 40 Mitarbeitern auf die Finger gucken können. Wenn der bisherige Laden bleibt und beim Neubau ein Café entsteht: klasse, es entstehen neue Arbeitsplätze! Von wegen Krise…! Ok, es handelt sich hier auch um einen großen Betrieb, der laut o.g. Studie beste Chancen hat, weiter zu expandieren. Aber es ist auch ein westfälischer Betrieb. Und wir Westfalen sind ehrliche Handwerksleute. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass in diesem Betrieb in Zukunft überwiegend Minijobber arbeiten. Vielleicht ist ja im Zuge des Neubaus auch ein neues angeschafft worden. Natürlich weiß ich nicht, wie viele Filialen es noch gibt. Aber schon mit einer Filiale könnte sich das lohnen. Denn moderne können zwei oder auch zweihundert Filialen miteinander und mit der Geschäftsleitung verbinden. Auch würde ein in einem so großen Betrieb schon deswegen Sinn machen, weil mit der starken nicht nur der Verkauf registriert, kassiert und abgerechnet werden kann. Kassensysteme können auch die Warenbewegungen von der Bestellung von Mehl, Hefe und Co. bis zum Verkauf von Brot und Kuchen überwachen. können mit ihrer nicht ganz so leistungsstarken Kassensoftware da natürlich nicht mithalten. Auch die Dienstplanung der Mitarbeiter ist mit einer Registrierkasse nicht möglich. Aber für kleinere Betriebe ist eine dennoch ausreichend und empfehlenswert. Es ist also mit Beratung von Kassenherstellern herauszufinden, welche in welchen Betrieb passt. Schließlich sind ja auch zahllose -arten verfügbar, die auch noch individuell zugeschnitten werden können.

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